Vogelfutterpflanzen

Der Löwenzahn

 

Der Löwenzahn ist ein ganz besonderes Kraut für unsere Vögel zu Hause,denn alle seine Teile lassen sich für ihre Ernährung nutzen:die Blätter,die Blüten,die Samen und sogar die Wurzeln.Er wird von allen Vogelarten sehr gut angenommen und für Sittiche und Papageien ist er zudem eines der beliebtesten Wildkräuter aus der Natur.

Die Inhaltsstoffe des Löwenzahns (Taraxacum officinale) haben eine wohltuende Wirkung auf den Körper und auf die Gesundheit,da er voller Vitamine und Mineralstoffe steckt.So enthält er mehr Provitamin A als Möhren,außerdem die Vitamine B und C sowie Bitterstoffe und Kalium und stärkt damit Leber,Galle und die Nieren.Besonders zu erwähnen ist die positive Anregung der Leberfunktionen.

Es handelt sich beim Löwenzahn um eine mehrjährige krautige Pflanze,die bis zu 30 cm hoch wird und in allen Teilen (außer den Blütenblättern) einen weißen Milchsaft enthält. Löwenzahn kommt auf allen Böden vor,er wächst auf Wiesen,an Wegrändern und in Gärten,auf Brachflächen und in Mauerritzen.Er ist weit verbreitet und vom Frühjahr bis in den Herbst hinein in der Natur zu finden. Zu seiner Hauptblütezeit im Frühling übersät er mit seinen Blüten ganze Wiesen und verwandelt sie in ein leuchtend gelbes Meer.

 

Die Blätter

 Ein sehr wertvolles Grünfutter sind die Blätter des Löwenzahns.Sie können ganzjährig in allen Entwicklungsstadien gesammelt und verfüttert werden,wobei die sehr jungen,frischen am besten schmecken.Löwenzahnblätter werden 10 bis 30 cm lang,sind unregelmäßig stark gelappt und entspringen einer bodennahen Rosette.Je nach Standort sind sie kleiner und stark eingeschnitten (in der Sonne) oder größer und nahezu glattrandig (im Schatten).Während der Blütezeit ist eine Verwechslung mit anderen Pflanzen nahezu ausgeschlossen.Vor der Blüte wird eine Unterscheidung schon schwieriger,denn es gibt zahlreiche Pflanzen mit weißem Milchsaft,deren Blätter gelappt sind und eine Grundrosette bilden.Eindeutiges Kennzeichen sind dann die stets unbehaarten Blätter.

Eine Löwenzahnrosette,mit der Wurzel im Ganzen ausgegraben,bleibt lange frisch und erfreut unsere Vögel ganz besonders,denn so können sie,wenn die Pflanze zudem noch etwas angefeuchtet wird,ersteinmal ein ausgiebiges Bad in den Blättern nehmen,bevor es ans Zerpflücken geht.Das Baden darin macht ihnen sichtlich großen Spaß,und auch dem Halter bereitet es immer wieder Freude,ihnen dabei zuzuschauen.

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Die Blüte

Die Blütenstände des Löwenzahns sind groß,dottergelb und bestehen ausschließlich aus Zungenblüten.Sie stehen auf hohlen Stängeln,die nicht verzweigt und blattlos sind.Die Blütenköpfe können sowohl im gelben blühenden Zustand gesammelt und verfüttert werden als auch kurz bevor die Pflanze zur „Pusteblume“ wird.

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Die Samen

 Der in Milch stehende oder schon gereifte Samen ist für unsere Vögel zu Hause sehr zu empfehlen.Die Samen werden besonders gerne gefressen,wenn sie bräunlich zu werden beginnen.Sobald sich die Löwenzahnblüten schließen und die welken Blütenblätter abgestoßen werden,ist nur ganz kurz vor dem Öffnen zur „Pusteblume“ die Sammelzeit für die Blütenköpfe.Diese enthalten viele Samen,die je nach Reifegrad grün,gelbbraun bis schwarzbraun sein können.Die Flughaare (Pappus) der Samenstände werden am besten gleich vorsichtig abgeschnitten,damit sie nicht umherfliegen.-Reife Samen des Löwenzahns stehen direkt nach der Hauptblütezeit im April und Mai zur Verfügung.Vereinzelt kann man sie noch bis in den Oktober oder November hinein sammeln.Als Vorrat für den Winter lassen sich die Samenköpfe auch wunderbar einfrieren.

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Die Wurzeln

Auch die langen,rübenartigen Wurzeln des Löwenzahns können den Sittichen und Papageien in frischem Zustand angeboten werden.Sie sind fleischig und außen dunkelbraun bis schwarz und werden ab September bis in den Winter hinein ausgegraben.Je später man sie erntet,umso weniger Bitterstoffe enthalten sie ;im Winter schmecken sie sogar eher süßlich.Ausgegraben werden sie am besten mit einem speziellen Löwenzahnstecher,der die Arbeit sehr vereinfacht.Man kann die Wurzeln im Ganzen reichen oder halbiert,gerieben oder kleingeschnitten,je nach den Vorlieben der Vögel.

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Ich wünsche Ihnen einen schönen Spaziergang in der Natur-und Ihren Vögeln zu Hause einen guten Appetit !

 

(Alexandra Trabert-Erstmals veröffentlicht im WP-Magazin Ausgabe 3/2015)

 

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