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Leberschäden beim Vogel

Jeden Tag klingelt bei uns das Telefon mit mindestens einem Kunden, der seitens seines behandelten Tierarztes zu uns gefunden hat. Bei meinem Vogel wurden Leberprobleme diagnostiziert, was füttere ich denn jetzt? Habt ihr eine Empfehlung für uns?

Wichtig ist zu wissen, dass es verschiedene Arten und Ursachen von Lebererkrankungen gibt. Wir sprechen hier die Stoffwechsel- und ernährungsbedingte Veränderung an, eine sogenannte Fettleber.  Äußerlich manchmal erkennbar durch Gefiederverfärbungen, durch verstärktes Wachstum von Krallen und Schnabel, Hautveränderungen – hier auch oft in Verbindung mit starkem Juckreiz, Lipome oder Geschwülste, zentralnervöse Störungen z.B. in Form von Krampfanfällen. Die Leber ist ein sehr wichtiges Organ für den Stoffwechsel.

Was kann ich als Halter eines solch erkrankten Vogels tun?

Unbedingt solltest du deine Vögel – falls bisher nicht geschehen – zu mehr Bewegung animieren. Dicke Vögel neigen oft zu Bewegungsunlust, große Strecken zu fliegen, fast unmöglich und wird von daher auch vom Vogel vermieden. Du kannst hier Veränderungen schaffen und den Vogel zum Fliegen animieren, indem du dessen Flugstrecken verkürzt. Hänge Seile auf, schaffe kleinere Abstände von den anzufliegenden Gegenständen. Somit nimmst du deinem Vogel auch die Angst vor einem Absturz und du schaffst für ihn mehr Sicherheit, dass er diese kurze Strecke auch überwinden kann. Klingt sehr simpel, ist aber sehr effektiv. So kannst du nämlich nach und nach die Flugstrecken vergrößern, indem du die Seile einfach weiter auseinander spannst.  Auch bitte unter Beachtung vom Muskelaufbau, der mit zunehmenden Fliegen auch wieder langsam aufgebaut wird.

Wichtig ist außerdem, dass du die Futternäpfe nicht direkt vor den Schnabel deines Vogels hängst, sondern bitte in einiger Entfernung, denn Vögel in freier Natur legen oft sehr weite Strecken für ihr Futter zurück und auch wir müssen in der Haltung drauf achten, dass wir es dem Vogel nicht zu bequem machen, auch wenn es lieb gemeint ist. Bringe die Näpfe von daher bitte in einem gewissen Abstand zum Vogel an so dass er sich bewusst bewegen muss, um sein Futter zu erreichen.

Du solltest dir des Weiteren unbedingt Gedanken über die Fütterung deiner Vögel machen. Was genau beinhaltet mein Futter, wie oft füttere ich, WAS füttere ich? Füttere ich nur Basisfutter, dann solltest du unbedingt drüber nachdenken, auch Ergänzungsfutter anzubieten. So sind Leberverfettungen oft die Folge einer unausgewogenen und einseitigen Ernährung. Handelsübliche Futtermischungen enthalten sehr oft zu einem überwiegenden Großteil Sonnenblumenkerne oder anderweitige sehr ölhaltige Saaten sowie Nüsse. Eine Unterversorung  Die Annahme, nur weil meine Vögel diese Saaten zuerst frisst, schmecken ihm diese besonders, ist falsch. So müssen die Vögel in ihrer ursprünglichen Heimat sehr oft längere Zeiten überbrücken wo ihnen jahreszeitlich bedingt kein Futter zur Verfügung steht und es werden Fettpolster angefressen zur Überbrückung dieser Hungerperioden. In der Wohnungshaltung behalten unsere Vögel dieses Verhalten bei, hier allerdings sind massive gesundheitliche Schäden die Folge. Hirse gehört ebenso wie Obst und Gemüse nicht zum natürlichen Nahrungsspektrum der Vögel, dennoch sind diese ein geeigneter Ersatz, um den Bedarf zu decken. Des Weiteren wird zumindest die Hirse von den meisten Vogelarten sehr gerne genommen. Um dem natürlichen Bedarf der Vögel sehr nahe zu kommen, empfehlen wir unbedingt ergänzend Futterpflanzen nach Möglichkeit in halbreifem Zustand wie z.B. verschiedene Grassorten, Wegerich, Gänseblümchen, Hirtentäschel ua. den Vögeln anzubieten. Frische Äste, Blütenstände und Blätter ergänzen den Speiseplan. Auch im Rahmen einer Diätetik ist Keimfutter unbedingt zu empfehlen.

Wir halten nichts davon, dem Vogel im Rahmen einer vom Tierarzt empfohlenen Diätetik nun das Futter regelmäßig mit 1 ½ oder 2 TL abzumessen, auch ist zu beachten, dass Vögel bei einer Futterumstellung oft sehr konservativ auf neues Futter reagieren und dieses unter Umständen ablehnen.  Messe ich wie empfohlen, nun das Futter für meinen Vogel unabhängig von seinen Aktivitäten ab und die Futtermenge ist nicht ausreichend, wird mein Vogel bei der nächsten Auffüllung vom Futternapf verstärkter fressen und größere Mengen aufnehmen wie zuvor. Die Folge ist eine weitere Gewichtszunahme, die wir ja eigentlich vermeiden wollten.

Ein zu starkes bzw. schnelles Abnehmen ist ebenfalls nicht von Vorteil für deinen Vogel. Speichert er doch in dem Fettgewebe auch Schadstoffe ab, welche bei zu schneller Abnahme die Gesundheit deines Vogels zusätzlich belasten.

Du kannst sehr gut an der Brustmuskulatur von deinem Vogel feststellen, ob dieser zu dick ist. Hierzu nimmst du den Vogel in die Hand und tastest den Brustbereich bzw. das Brustbein ab.

Anja Reichmann

 

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